Innovative Kulturvermittlung mit VR-Brillen wird realisiert

Fördermittel für Ideen der Museumsbetreiber zur digitalen Transformation.

Aus dem Förderprogramm „Kulturgemeinschaften“ bekommt die Grube Samson ab April 2021 eine Förderung von 17.500 € für die weitere Digitalisierung des Bergwerksmuseums. Hinzu kommt ein Eigenanteil von über 3.000 €, den die Betreiber in Eigenleistung erbringen müssen. Die Bundesregierung fördert mit diesem Programm die digitale Transformation von Kultureinrichtungen, damit sich diese zukunftssicher aufstellen können.

Das authentische Bergwerkserlebnis wird weiterhin Grundlage jeden Besuchs am Samson bleiben. „Unser Ziel ist, es, die nicht-öffentlich zugänglichen oder nicht mehr sichtbaren unter-Tage-Bereiche in einer virtuellen Realität (VR) für Gäste „erfahrbar“ zu machen“, wie Christian Barsch berichtet. „Wir werden unseren Gästen z.B. eine täuschend echte Simulation des Schachts bieten, in der sie mit VR-Brillen ausgestattet „Fahrkunst“ fahren können. Natürlich gefahrlos, aber mit dem authentischen Gefühl der Bergleute“, sagt Hans-Günter Schärf. Der Museumsleiter hat bereits früher einen Prototyp der VR-Brillen getestet und war beeindruckt: „Obwohl mir die virtuelle Welt rational klar war, bin ich emotional vor der scheinbaren Tiefe des Schachts zurückgeschreckt“, so Schärf weiter.

Neben dieser Erweiterung des Fahrkunst-Erlebnisses können historische Bergwerksanlagen in aktuell sichtbare Landschaften projiziert und somit verständlich vermittelt werden. „Unsere Gäste blicken auf eine völlig neue Art in die Vergangenheit,“ zeigt sich Barsch begeistert. „Wir freuen uns sehr über die Förderung, weil die Zusage den innovativen Ansatz und den Vorbildcharakter bestätigen, den wir in der Entwicklung des Bergwerksmuseums fahren“, so Barsch. Die Erstellung der neuen VR-Angebote soll 2021 abgeschlossen und für die Gäste nutzbar sein.

Mit dem Förderprogramm „Kulturgemeinschaften" unterstützt die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien insbesondere kleinere Kultureinrichtungen im Ausbau digitaler Angebote. Mit den Mittel aus den „Kulturgemeinschaften“ soll die Akzeptanz für digitale Formate bei den Museumsmitarbeitenden gesteigert werden und Museumsgäste sollen Kultur in Pandemiezeiten auch digital erleben. Außerdem werden andere Kultureinrichtungen von innovativen Vermittlungsideen profitieren, denn die geförderten Projekte werden von ihren Erfahrungen berichten und Kollegen schulen.