Über den Autor

Hans-Günter Schärf

Bürgermeister a.D. & Museumsleiter, Grube Samson

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Zusammenfassung
Mit welchem Brennstoff wurden die Grubenlampen der Bergleute betrieben? Lesezeit: 1 min

Allgemein wurden die fett- oder ölverbrennenden Lampen der Bergleute aufgrund ihrer Form „Frosch“ genannt. Je nach Region waren sie etwas unterschiedlich geformt und wurden auch dementsprechend anders benannt. Als Brennstoff diente anfangs „Unschlitt“ später dann pflanzliche Öle (z.B. Rübsamenöl).

Bei dem im Museum der Grube Samson ausgestellten Exponat handelt es sich um einen „Unschlittfrosch“.
Unschlitt ist ein Fett, auch Talg oder Inselt genannt, welches aus den Eingeweiden von Wiederkäuern (Kühe, Hammel, Hirsche) gewonnen wurde. Es war aufgrund seines hohen Cholesteringehalts nur bedingt als Nahrung zu verwenden. Dennoch spielt Nierentalg in der britischen und amerikanischen Küche eine Rolle. Die guten Pommes aus Belgien werden traditionell in Nierentalg von Rindern frittiert.
In der Industrie findet er Verwendung bei Kosmetika, der Kerzenproduktion (Hindenburglichter) oder in Dicht- und Konservierungsmittel.

Wir können uns vorstellen, dass Unschlitt beim Verbrennen geraucht hat und, bei minderwertiger Qualität, einen unangenehmen Geruch verbreitet hat. Die Grubenluft, Wetter genannt, wurde dadurch bestimmt nicht besser. Dennoch war „Unschlitt“ über Jahrhunderte der Betriebsstoff der Wahl und zusammen mit dem „Frosch“ ein lebenswichtiger Begleiter der Bergleute.
 

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